Ich habe mir für heute etwas Besonders vorgenommen: Die wichtigsten Lektionen aus einem ganzen Jahr. 

Und 2019 war ein rasantes Jahr. Achterbahnfahrt nichts dagegen. 

Ich habe für mich so viel gelernt wie selten zuvor. 

Also, ohne weiter Zeit zu verlieren –  Hier sind meine 5 wichtigsten Lektionen aus 2019: 

Nummer 1

So läuft das üblicherweise:  Ich probiere was aus. Z.B. um neue Kunden zu gewinnen. Und siehe da: Es funktioniert. 

Und dann glaube ich:

Juhu! Ich hab’s gecheckt! Ich hab den Code geknackt! Ich bin so schlau!  

Und dann ist eine Zeitlang alles super. Bis es eben nicht mehr funktioniert. 

Denn nach kurzer Zeit ist man dann auf einem anderen, höheren Level angelangt. Und damit ändern sich plötzlich die Spielregeln – ohne Ankündigung. 

Das ist wie beim Fußball. 

Da dominiert ein Verein seine aktuelle Liga. Und steigt deshalb auf. Und bumm – plötzlich geht nichts mehr.  

Weil das plötzlich deutlich härtere Gegner sind. Bei denen die bisherigen Strategien nicht funktionieren.   

Aber natürlich erkennt man das nicht sofort. 

Es könnte ja nur ein temporärer Rückschlag sein. Oder Zufall. Oder die Vorweihnachtszeit. Also macht man weiter mit seinem Verhalten, das man so lieb gewonnen hat.  

Und es scheint, als würde man feststecken. 

Die unbequeme Wahrheit ist: Du steckst nicht fest. 

Du bist einfach nur süchtig nach einem Verhalten, das in der Vergangenheit hilfreich war – und es jetzt nicht mehr ist.

Es ist schwierig, da rauszukommen. Denn:

„Wenn man in seiner Flasche sitzt, kann man sein eigenes Etikett nicht lesen. „

Deswegen können Leute von außen da oft besser weiterhelfen. 

Zum Beispiel Mitarbeiter, die einem ehrlich die Meinung sagen. Freunde, die dasselbe schon durchgemacht haben. Und vor allem Profi-Coaches und Berater.  

Und hier ist mein Tipp: Such Dir wen, der selbst dort ist, wo Du hin willst.  

Nicht wen, der zwar meint, den Weg dorthin zu kennen, aber noch nie dort war. 

Und dann zahle, was nötig ist, damit Dich diese Leute weiter bringen. Wahrscheinlich wird Dir bei dem Honorar schlecht. Aber es ist trotzdem oft die billigste Variante. 

Wenn jemand für ein, zwei Stunden Coaching einen Tausender haben will, klingt das völlig verrückt. 

Aber wirklich verrückt ist, lieber noch ein paar Monate oder Jahre auf der Stelle zu treten. 

Nummer 2

1: Das Unternehmen, das Du hast.

2: Und das, das zu in der Zukunft führen willst.

Hier ist die Denkfalle, in die viele tappen (so wie ich):  

Sie glauben, dass wenn sie ihr Unternehmen weiterhin so führen wie bisher … dass es dann irgendwann zu dem Unternehmen wird, das sie in der Zukunft gerne hätten. 

Das macht keinen Sinn.

Das ist wie wenn man einen Lebenspartner sucht und sich denkt: Sobald sich mal jemand für mich interessiert, werde ich abnehmen und wieder mehr auf mein Äußeres achten. 

Es funktioniert genau umgekehrt:

Zuerst musst zu dem Unternehmer werden, der ein Unternehmen leitet, wie Du es Dir in der Zukunft wünscht.

Dieser Unternehmer trifft aber viele Entscheidungen anders als Du sie heute triffst:

  • Er hat andere Prioritäten.
  • Er konzentriert sich auf andere Dinge.
  • Er „tickt“ in manchen Dinge anders als Du.

Und wenn Du heute zu diesem Unternehmer wirst – dann folgt Dein Unternehmen Dir von selbst auf diesem Weg. Wie ein treuer Bernhardiner.

Wenn Du hingegen darauf wartest, dass zuerst Dein Unternehmen zu Deinem Zukunfts-Unternehmen wird, damit Du Dich dann selbst „upgraden“ kannst, wenn Du dort bist … stell Dich lieber auf eine lange Wartezeit ein.

Nummer 3

Damit meine ich Deinen Stundensatz. 

Nicht den, den Du Dir selbst bezahlst.  Viele Unternehmer bezahlen sich selbst so wenig, dass es illegal wäre, wären sie bei sich selbst offiziell angestellt. 

Auch nicht den, den Du Deinen Kunden verrechnest. Der ist zwar meist deutlich höher, aber häufig immer noch viel zu gering. 

Was ich meine ist der Stundensatz, mit dem Dein Unternehmen Dich bezahlen müsste. 

Und wer bis hier aufmerksam gelesen hat, weiß jetzt: Das muss also der Stundensatz des Unternehmers sein, der mein zukünftiges Unternehmen führt. 

Und damit sind wir bei 300 Euro. Pro Stunde. Mindestens. 

Und wenn Du Dir jetzt Deinen Kalender anschaust:  

Für welche dieser Aufgaben, die da drin stehen, würdest Du Dir (oder irgendwem) 300 Euro pro Stunde zahlen? 

Oder umgekehrt gefragt:

Wenn Dir wer z.B. Deine 10 Stunden administrativen Kram pro Woche abnehmen würde – würdest Du dieser Person 3.000 Euro pro Woche – oder 12.000 Euro pro Monat zahlen?  

Kaum, oder? Warum also Dir selbst? 

Die gute Nachricht ist: Du musst niemandem so viel Geld zahlen.  Weil es mit Sicherheit wen gibt, der Dir das für viel weniger abnimmt.  

Vermutlich ist sogar die beste und teuerste Person für den Job noch ein Schnäppchen, weil sie Dich frei spielt, all die Dinge zu tun, die 300 Euro und mehr wert sind.  

Die Variante, die die meisten spielen (so wie ich viele Jahre lang) ist die umgekehrte:  

Ich mache solange meinen administrativen und operativen Kram, bis ich mir wen leisten kann, der es für mich macht.  Und dann kann ich mich – endlich – um die strategisch wichtigen Dinge kümmern. 

Falsche Reihenfolge.  

Hab ich probiert.  

Funktioniert ganz schlecht.  

Nummer 4

Hier ist die nächste Falle: Du beobachtest Menschen, die dort sind, wo Du hin willst. Oder Ergebnisse haben, die Du gerne hättest. 

Und dann schaust Du, was die anders machen als Du. Und dann versuchst Du, dasselbe zu machen.  

Trotzdem klappt es bei Dir irgendwie nicht. 

Hier ist die Falle: Es geht nicht darum, was diese Menschen tun – sondern WARUM sie genau das tun und nicht etwas anderes. 

Das aber lässt sich durch Beobachtung und Kopieren von Verhalten nicht rauskriegen.  

Und hier ist der Trick: 

Diese Menschen handeln deswegen anders als die meisten anderen, weil sie anders DENKEN als die meisten anderen. 

 Deswegen klappt das mit dem Nachahmen auch nicht. 

Das ist, wie wenn Du versuchst, eine Software zu bedienen, in der alles auf chinesisch ist. Du hast keine Ahnung, was Du da tust. Du kannst zwar jemandem zuschauen und versuchen, Dir die Reihenfolge der Klicks zu merken. Aber natürlich kommt bei dem Programm am Ende nicht heraus, was Du willst. 

Die gute Nachricht ist: Es gibt so viele erfolgreiche Menschen da draußen, die gerne, gratis und bequem alles Wichtige erzählen. 

Und die mit Abstand beste Variante, die ich dazu gefunden habe sind Podcasts. 

Der Grund, warum Podcasts für Entwicklung eines stärkeren Mindsets besser sind als Bücher und Seminare ist, dass sie nichts kosten. Deswegen müssen sie nicht verkauft werden. 

Und deswegen haben die Podcast-Autoren viele Freiheiten und können das zur Verfügung stellen, was sie selbst für das Wichtigste halten – ohne überlegen zu müssen, ob jemand bereit ist, dafür zu bezahlen. 

Und das Wichtigste ist bei erfolgreichen Menschen oft: eine andere Art zu denken. Ein anderes Mindset. 

Wenn Du als Unternehmer heute noch keine Podcasts hörst: Ändere das. Sofort! 

Alles andere ist verrückt. 

Nummer 5

Ich habe nachgezählt: 

Über 20.000 Euro und knapp über 1.000 Stunden habe ich dieses Jahr in meine eigene Entwicklung investiert. 

Seminare, Retreats, Coaching, Mentoring, Einzel-Beratung, Kurse, Bücher, Podcasts … 

Ein immenses Investment. Vor allem mit dem Stundensatz, den wir oben ausgerechnet haben. 

Das finanzielle Investment hat sich bereits jetzt schon mindestens 5 mal selbst bezahlt. Das Zeit-Investment werde ich vermutlich Mitte nächsten Jahres wieder reingeholt haben. Und dann profitiere ich die nächsten 20 Jahre noch davon. 

Mir fällt nichts ein, wie ich mein Geld sinnvoller und besser investieren könnte. 

Und hier ist die Falle (in die ich natürlich auch ausgiebig getappt bin):

Es ist Unfug, zu glauben, dass Seminare, Bücher, Beratungen etc. irgendwas bringen … wenn man die neuen Ideen danach nicht sofort umsetzt.  

Meine Bibliothek hat ganze Regale mit Büchern, die voller Notizen, Post-it Zetteln und Leuchtstift-Markierungen sind … und bei denen ich mir dachte: Dieses Buch musst Du irgendwann noch mal lesen und dann umsetzen.  

Haha! Das passiert natürlich nie. 

Der beste Zeitpunkt, die wichtigen Ideen aus einem guten Buch oder Seminar umzusetzen, war vor 20 Jahren.  

Der zweitbeste ist jetzt sofort.  

Den drittbesten Zeitpunkt gibt es nicht. 

Hier ist ein Tipp – der für mich sehr gut funktioniert:  

Wenn ich irgendwas lese oder höre, von dem ich mir denke: Das ist gut! …

… dann stoppe ich kurz, mach meinen Kalender auf und trag mir eine Stunde ein, in der ich diese Idee umsetze. Oder ich verschicke gleich einen Terminvorschlag an eine Person, mit der ich das umsetzen will. Oder ich schicke eine Aufgabe an meine Mitarbeiter und eine Zeit, in der wir drüber sprechen. 

Sofort handeln. Nur so entsteht Wirkung.  

Alles, was nur in Deinem Kopf ist, bringt der Welt nichts. 

Und die bittere Wahrheit ist oft: Alles, was nicht in Deinem Kalender ist existiert nicht. 

Das waren sie, 5 meiner größten Lektionen in diesem Jahr. 

Vielleicht ein Impuls für Dich dabei, etwas davon für Dich zu nutzen. 

Wenn, dann mach Dir jetzt sofort eine Aktion. Am besten einen Termin. Jetzt gleich … ich warte hier gerne, bis Du Deinen Termin eingetragen hast 🙂

So, ich hoffe, unter diesen 5 Tipps ist für Dich was dabei, das Dir hilft, einen großen Schritt nach vorne zu machen.

Und 2020 zu Deinem besten Jahr!

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